Ich wurde 1974 geboren. Ich wuchs im Aargau und später im glarnerischen Schwanden auf. Während des Gymnasiums machte ich die wegbestimmende Bekanntschaft mit dem Schriftstellerehepaar Christa und Emil Zopfi und treffe die Entscheidung, mich fortan beruflich gestalterischen Aufgaben widmen zu wollen. Kurz vor der Matura schliesslich Abbruch des Gymnasiums und freies Werkjahr. Es entstand 1992 und erschien 1993 der Lyrikband «poeten geben halt» in der Edition Herbszt, zusammen mit meinem ehemaligen Deutschlehrer am Gymnasium, dem Autor und Aphoristiker Fridolin Jakober — ein Weggefährte bis heute. Erste grafische Arbeiten mit Macintosh und Linolschnitt. Beginn einer Berufslehre zum Typografen. Wertvolle und zukunftsweisende Lehrjahre in den neunziger Jahren bei den Legenden der «Zürcher Schule» wie etwa Jean-Pierre Graber, Richard Frick oder Hans Rudolf Bosshard. Praxisausbildung in Graphic Design bei dem brillanten und mehrfach ausgezeichneten Typografischen Gestalter Samuel Marty. 1994 erscheint der zweite Lyrikband «Inflauxentstanden», ebenfalls in der Edition Herbszt — einem der ersten Selfmade-Verlage in der Schweiz. Nach der Berufslehre kurzzeitige und -weilige Tätigkeit als Geschäftsleitungsmitglied der Agentur «OppositDesign AG» in Zürich mit Strategiefokus «Neue Medien». Ab 1999 Selbstständigkeit und Gründung der eigenen Werbeagentur namens #dezemberundjuli als Mitinhaber und seit 2015 Inhaber und Geschäftsführer. Früh bereits Lehraufträge für Web-Design und Web-Technologie – etwa am Bildungszentrum der heutigen syndicom, der Gewerkschaft Medien und Kommunikation, in Bern. Lehraufträge auch am GIB Zürich zum Thema Druckvorstufe und grafische Gestaltung. Etwas später dann Übernahme des Mandats für die Studiengangsleitung der Weiterbildung «Onlinegestalter» an der längst nicht mehr existierenden IG Mac in Zürich. Ab 2002 Wechsel in die Leitung der legendären Fachklasse «Typografischer Gestalter» an der BfGZ Berufsschule für Gestaltung Zürich, die so manches Talent auf den Arbeitsmarkt brachte — zusammen mit seinem ehemaligen Mentor Richard Frick. Während dieser Zeit wieder intensive Lehrtätigkeit mit Schwergewicht Typografie, Web-Design, Web-Technologie, Graphic Design, Typografie, Schriftgeschichte und vor allem Semiotik. Während der nun folgenden Jahre schrittweise Reduktion der Lehrtätigkeit zu Gunsten eines vermehrten Engagements in meiner Agentur als Creative Director, Art Director, als Fotograf, Semiotiker, Texter und Kommunikationsberater — die vielen, in sehr kurzer Zeit durchlaufenen Funktionen machten mich enorm polyvalent. Das Spezialgebiet «Semiotik in der visuellen Kommunikation» blieb in meiner Lehrtätigkeit am längsten bestehen und als Leidenschaft bis heute – doch das Wachstum meiner Agentur und die Geschwindigkeit des Marktgeschehens liessen den Spagat mit der Lehrtätigkeit ab 2015 nicht mehr zu.